Fährterminal

Jentz • Popp • Wiesner
mit Alsop - Lyall, London

DFDS Fähr-und Kreuzfahrtterminal
Hamburg

Wettbewerb 1989 - 1. Preis
Fertigstellung 1993
BGF 14.500 qm


Der Fähr- und Kreuzfahrtterminal im ehemaligen Fischereihafen Hamburg-Altona ist ein seeseitiges „Tor zur Welt“. Die traditionsreiche nördliche Elbseite befindet sich im Umbruch, insofern werden die hier angesiedelten Bauvorhaben einen großen Einfluß auf die zukünftige Entwicklung dieses ehemaligen Hafenbereichs ausüben.

Vergleichbar mit der städtebaulichen Lösung historischer Passagierschiffterminals z.B. dem Kolumbuskai oder den Landungsbrücken, wird die Lage des neuen Terminals direkt am Elbstrom gesehen, als mitlaufendes, langgestrecktes Strukturelement. Die zentrale und maritime Lage des Terminals verlangt vor allem auch dann eine Attraktion zu sein, wenn weder Fähre noch Kreuzfahrtschiffe an der Kaianlage festgemacht haben und durch ihre Eigendynamik die Gesamtanlage beleben.

Das Grundstück ist hervorragend an das öffentliche Verkehrsnetz der Stadt angeschlossen. Dies ist von Bedeutung, da die Trennung der unterschiedlichen Verkehre möglich ist. Lastwagen, Container-Trucks oder private PKW müssen ein Kontrolltor passieren um auf den großen Parkplatz zu gelangen, wo auf die Fährschiffe gewartet wird. Fußgänger die mit öffentlichen Verkehrsmitteln ankommen, gehen geradewegs in die Abfertigungshalle von dort über eine bewegliche Gangway, entlang der Terminalfassade, auf die Schiffe. Besucher und Angehörige haben die Möglichkeit, von einem außenliegenden öffentlichen Balkon, die Abfahrt zu beobachten und „good-bye“ zu winken. Eine 15 m breite Vorfeldzone zwischen Kaimauer und Terminal-Gebäude ist Rangierfläche für den Be- und Entladeverkehr der Schiffe.

Das langgestreckte Terminalgebäude lädt Besucher und Passagiere zum Promenieren ein. Wartebereiche, Büros und Counter ebenso Restaurants, Bars oder Läden sind durch ihre eindeutige Ausrichtung alle zur Elbe orientiert.

Die Konstruktion ist durch den additiven Aufbau der Betonelemente auch in kleinen Bauabschnitten problemlos zu erweitern. Großer Wert wurde auf eine schnelle und effiziente Bauweise gelegt mittels vorgefertigter, schwerer, konstruktiver Bauteile gelegt. Die großen Träger überspannen die gesamte Breite des Gebäudes. Damit wird eine völlig freie Grundrissaufteilung ermöglicht. Die Montagebauweise garantiert einen zeitgleichen Aufbau aller Komponenten. Der große Vorfertigungsanteil führt zu geringen Kosten bei gleichzeitig hoher Ausführungsqualität.