Medienzentrum

Jentz • Popp • Wiesner

Institut für Theater, Musiktheater und Film der Universität Hamburg
Zeise, Hamburg

Fertigstellung 1992
BGF 7.500 qm


Stadt in der Stadt  (Text: Inge Maisch, aus: Architektur in Hamburg, Jahrbuch 1993)

Wie variantenreich die Architekten von me di um das Thema Stadt in der Stadt umsetzen können, lässt sich gleich nebenan studieren: im Institut für Theater, Musiktheater und Film der Universität Hamburg. Die ehemalige Gießhalle der Schiffsschraubenfabrik war schon vor Jahren zusammen mit dem Eisenstein und dem Medienhaus ebenfalls von me di um  restauriert worden. Der erste Nutzer, eine Supermarktkette, zog wegen hoher Mietpreise rasch wieder aus. So stand die Halle jahrelang leer. Eine neue Nutzung schien schwierig, da die hohe Halle wegen des Denkmalschutzes innen nicht verändert werden durfte. Erst die Idee von me di um, dass ein Raum, auch wenn er mit großen Kartons oder Containern vollgestapelt ist, immer noch unangetastet bleibt, brachte die Lösung. In zartem Rot, Grün, Gelb gestrichene Container wurden an die torartigen Träger gehängt, an deren Schienen sich einst die großen Kräne mit den tonnenschweren Schiffsschrauben bewegten. Professoren und Assistenten haben nun jeder ein eigenes kleines Haus, auch Seminarräume befinden sich in den Containern. In die Halle hineingestellte Probebühnen und Filmstudios mit verschiebbaren Trennwänden bieten das kreative Ambiente für die Umsetzung filmischer und theatralischer Ideen. Vielfalt ohne Übertreibung: Die Vitalität wird sich in der Nutzung erweisen.