Fährterminal Lavrion

Roloff • Ruffing

Attica, Griechenland

Auftrag 2001
www.roganassoc.gr


Lage und Orientierung des Terminal Gebäudes resultieren direkt aus dem städtebaulichen Umfeld. Das Gebäude selbst wird damit Teil des städtischen Kontext, Teil der Stadt. Die neu geschaffene Uferpromenade verklammert die Innenstadt direkt mit dem Terminalgebäude.

Das Gebäude selbst ist aufgeständert, sodass der Autoverkehr unter dem Terminal hindurch in die Wartespuren fahren kann. Gepäck und Fahrkartenservice für Passagiere befinden sich im 1. Obergeschoss. Ebenso ein Restaurant, Bistro, Läden und Mietbüros für die verschiedenen Schifffahrtsgesellschaften. In der Zone zwischen der Dachkonstruktion des Innenraums sowie der Subkonstruktion des beweglichen, textilen Sonnenschutz befindet sich eine Dachterrasse als Erweiterung der Warteflächen für die Passagiere. Der Zugang zu den Schiffen erfolgt vom 1. Obergeschoss aus über eine Gangway aus Stahl, die ebenfalls mit einem abgespannten, außenliegenden, textilen Sonnenschutz versehen ist.

Bezüglich des passiven Energiekonzepts soll mit einem Bündel von Maßnahmen gearbeitet werden. So könnten beispielsweise kleine Windräder auf dem Dach des Terminals den permanenten Küstenwind ausnutzen. Der erzeugte Strom wird im Gebäude selbst verbraucht oder aber in das öffentliche Netz des örtlichen Stromversorgers eingespeist. Die Wasserwände die im Terminal Verdunstungskälte erzeugen, wie das Rohrsystem in den Deckenkonstruktionen werden zur Kühlung mit Seewasser gespeist. Frischluftklappen auf Nord- und Südseite erlauben eine natürliche Luftdurchspülung von der schattigen Nordseite, vorbei an den Verdunstungswänden zur sonnenbeschienen, heißen Südseite. Auf dem Dach, der Ost-, West- und Südseite erhält das Gebäude eine zweite Fassade, eine textile bewegliche Sonneschutzhaut. Stofftücher schaffen ein luftdurchspültes Zwischenklima und verhindern das Aufheizen der Tragstruktur.