Architekturolympiade

Universitäts- und Sportzentrum Rothenbaum, Hamburg
Wettbewerb 2006


Mit der Neugestaltung des Sportpark Rotherbaum der Universität Hamburg und dessen Ausbau zum Hockey-Leistungszentrum, erfährt das Quartier zwischen Rothenbaumchaussee, Feldbrunnenstraße, Turmweg und Völkerkundemuseum eine städtebauliche Aufwertung. Der Wunsch nach einer klaren Nutzungsverteilung führt zum Vorschlag, die Baulücke in der Rothenbaumchaussee mit einem langgestreckten, markanten Institutsgebäude zu schließen. Dabei folgt der Baukörper der Gebäudeflucht seines nördlichen Nachbarn und nimmt auch dessen Höhe auf. Mit Schließung dieser Baulücke erhält die Rothenbaumchaussee eine Raumkante und damit einen klar definierten Straßenraum.
Das geschützt im Blockinnenbereich liegende Sportfeld bildet stadträumlich betrachtet, einen weichen Übergang vom Sport- und Gesundheitszentrum zur östlich gelegenen, offenen Wohnlandschaft. Landschaftliche Weite und topografische Einbettung des Sportkomplexes machen deutlich, dass die "Wohnkegel" Bestandteil eines parkähnlichen Ambientes sind. Die Zugehörigkeit des Wohnensembles zum dreieckigen Sportpark-Grundstück ermöglicht es, dass diese Gebäudestruktur eine Sonderrolle einnimmt. Als Bestandteil des Sportparks befindet sich die Wohnanlage im Schnittpunkt zweier unterschiedlicher Baustrukturen; südlich entlang der Feldbrunnenstraße reihen sich gründerzeitliche Stadtvillen, während im Norden die moderne Zeilenarchitektur am Turmweg das Bild prägt. In Folge dessen wird die Wohnlandschaft als eine neue, auf sich selbst bezogene, unabhängige Struktur entwickelt.
Ein durchgehender 80 cm hoher Sockel bildet die gemeinsame Basis für den gesamten Sportpark. Dieser nimmt in seiner Topografie das Sportfeld mit den umlaufenden Zuschauerrängen auf und enthebt andererseits die Wohnhäuser der unmittelbaren Öffentlichkeit des Straßenraums. Ein oben auf dem Sockel gepflanzter Rahmen kleinkroniger Laubbäume bildet die Klammer für das neue Wohnquartier.
Unter dem Hockeyfeld wird eine Quartiersgarage eingeplant, die sowohl der Universität, Veranstaltungsbesuchern als auch Anwohnern als Parkgarage zur Verfügung steht.