Depots der Museen

Depots und Werkstätten der Staatlichen Museen, Berlin-Friedrichshagen

in Zusammenarbeit mit Prof. Sill Architekten

Die Lage des Planungsgebiets am Rande des Berliner Stadtwaldes wird als ein wesentlicher Entwurfsgedanke aufgenommen. Aus der Vogelperspektive betrachtet sieht man zwei aus der Waldfläche ausgestanzte Lichtungen. Das Oval der "Sportlichtung" mit dem Sportplatz sowie das Quadrat der "Kulturlichtung" mit Staatsbibliothek und die sie umschließenden Magazingebäude der Staatlichen Museen. Zwei Lichtungen, von dichtem Wald umschlossen, durch den die Gebäude von außen kaum wahrgenommen werden können.
Die Höhenentwicklung der Häuser staffelt sich zur östlichen Wohnbebauung hin ab. Die Gebäude verbleiben in ihrer Höhenentwicklung unterhalb der Baumkronen. Der Waldeindruck bleibt das bestimmende Element.

Die Lagergebäude setzten sich aus zwei Gebäudeteilen zusammen. Den im wesentlichen geschlossenen Depots, sowie dem transparenten Riegel des Funktionszentrums. Im Hinblick auf größtmögliche Klimapufferung, Speicherfähigkeit und möglichst geringem Klimatisierungsaufwand wird die Gebäudehülle der Depots als zweischalige Fassade mit massiver Innenwand und vorgehängter Holzkonstruktion ausgebildet. Aus Gründen der Bau- und Betriebskosten, sowie aus funktionalen, energetischen und sicherheitstechnischen Überlegungen werden nur zwei kompakte Baukörper vorgeschlagen. Diese bieten bei minimaler Oberfläche ein maximales Raumvolumen und sind problemlos bei weiteren Bauabschnitten erweiterbar.
Mit der Materialwahl der äußeren Verkleidung schließt sich der Kreis des grünplanerischen Konzepts. Eingefügt in eine Waldfläche bilden die holzverkleideten Depotgebäude mit den Bäumen eine gestalterische Einheit. Bäume und Fassadenstämme bilden sich gegenseitig ab, Gebäude und Natur gehen eine Symbiose ein.