"Sportpark-Plaza"  Volkspark, Hamburg

Masterplan eines urbanen Stadtraumes zwischen ColorLine Arena und Volksparkstadion
Gutachten 2007

"Die Plaza als Herz des Volkspark soll einerseits als Passepartout die Arenen in ihrer Funktion und Nutzung arrondieren und einbinden und andererseits als zentraler Platz für Kommunikation, Information und Veranstaltungen eine eigene Wirkung entfalten."
Diese von der Hamburgischen Bürgerschaft formulierte Aufgabenstellung gibt deutlich vor, was die neue Plaza zu leisten hat. Der "Unort" zwischen ColorLineArena und Volkspark-Stadion soll eine städtebauliche Fassung erhalten, mit einer Gestaltung, die Aufenthaltsqualität erzeugt.

Die beiden Großvolumina der Arenen werden auch zukünftig die Szenerie dominieren. Insofern muss die Plaza als städtebauliche Ergänzung, eine eigene Ausstrahlung besitzen und mit einer klaren Geste ihre formale Eigenständigkeit unterstreichen. Dies wird mit einem langgestreckten rechteckigen Platz, der "Planche" erreicht. Auf der Ost- wie auf der Westseite wird die Planche mit einem Gebäude in ihrer Ausdehnung begrenzt. Beide, TorHaus und ParkHaus, formulieren als Klammer Anfang und Ende des urbanen Platzraums und bilden gleichzeitig den Spannungsbogen innerhalb dessen Sport- und Eventveranstaltungen stattfinden können.

Einem Steg gleich schiebt sich im Westen die Planche in den Landschaftsraum. Die Konzentration des Bauvolumens auf wenige Elemente sorgt dafür, dass nur ein geringer Teil des Grünraums für die Hochbauten in Anspruch genommen werden muss. Die Erfahrbarkeit des Landschaftsraums wird somit nur geringfügig eingeschränkt. Mehr noch, das ParkHaus mit seiner markanten, skulpturalen Winkelform inszeniert den Blick von der Planche in den Bornmoorpark. Städtischer Platz und Landschaft gehen eine wechselseitige Beziehung ein.
Damit die Plaza eine erfahrbare Raumwirkung erzielen kann, wird sie mit einem Dach überspannt. Dieses erzeugt eine neue Maßstäblichkeit und bildet das offene Foyer für beide Arenen.

Auf der Südseite des Stadion entseht der Sportsockel. Hierzu wird von der Walloberkante eine "schiefe Ebene" bis hinunter zum Waldrand eingefügt. Das Plateau ist mit einer Parkpalette unterbaut. Große Öffnungen ermöglichen es, dass die Stellplatzanlage zur "offenen Garage" wird, die ohne aufwändige technische Einbauten auskommt.
Im Übergangsbereich zwischen Stadion und Landschaftspark wird eine künstliche Landschaft geschaffen, die gestalterisch zwischen Naturraum und Veranstaltungsort vermittelt. Die Oberfläche des Sportsockel wird als artifizielle Sportlandschaft gestaltet. Unterschiedliche Bodenbeläge, Spielfelder, Sitzstufen oder Pflanzcarrées laden die Besucher zur sportlichen Betätigung oder zum Verweilen ein. 
Mit der Realisierung des "aktiven" Konzepts "Sportsockel" wird ein Mehrwert geschaffen, der wesentlich zur Corporate Identity des gesamten Sportpark beitragen kann.