Niels-Stensen-Gymnasium

Roloff • Ruffing

Neubau des katholischen Niels-Stensen-Gymnasiums
Hastedtstraße, Hamburg-Harburg

Wettbewerb 2008 - 1.Preis
Fertigstellung 2011
BGF  1.BA   4.140qm
        2.BA   7.750qm

Mit einem markanten, winkelförmigen Schulgebäude wird die städtebauliche Lücke Haeckelstraße / Goeschenstraße baulich geschlossen. Die bestehenden Gebäude der ehemaligen Feuerwache werden formal wie funktional in ein Ensemble aus Alt- und Neubauten – aus Tradition und Moderne – eingebunden. Zum südlich verlaufenden Grünzug orientiert, entsteht dabei eine repräsentative und einladende Zugangssituation. Die so gruppierten Schulgebäude umschließen schützend den Schulhof als kommunikativen Mittelpunkt der Anlage. Dieser öffnet sich nach Süden und Westen und bietet dadurch ganztägig Besonnung und Belichtung.

Auf dem Dach der zu zwei Drittel im Erdreich liegenden Doppelsporthalle, das vom Schulhof aus über eine Treppen- und Sitzstufenanlage begehbar ist, befinden sich Spielfelder für Street- und Basketball. Ein eingeschossiger Gebäuderiegel schließt den Schulhof nach Westen räumlich ab und bildet gleichzeitig den Schallschutz zur benachbarten Wohnbebauung.

Das junge Niels-Stensen-Gymnasium erhält mit diesem Ensemble eine signifikante Adresse in Harburg und präsentiert sich damit selbstbewusst im Stadtteil.

Das energetische Konzept orientiert sich am Passivhausstandard. Die Baukörper sind kompakt ausgebildet, wodurch die Wärmeverlustflächen verhältnismäßig gering sind. Alle Fenster erhalten eine Dreifachverglasung.

Frischluft wird kontrolliert und bedarfsgerecht über eine Trisolair Zuluftanlage mit Wärmerückgewinnung eingebracht. Das ermöglicht eine gleichbleibend hohe Luftqualität ohne Gefahr von Zugluft.