Bürgerzentrum Paphos

Neubau Rathaus und Bürgerzentrum, Paphos (Zypern)

Wettbewerb 2008 - 3.Preis

Die disparate stadträumliche Situation des Planungsgebiets verlangt nach einem ganzheitlichen, städtebaulichen Entwicklungskonzept, welches das gesamte Quartier umfasst. Zu diesem Zweck wird die vorhandene Struktur der Wohngebäude aufgenommen und fortgeführt. Die stadträumliche Ergänzung der Bebauung führt dazu, dass in deren Kernbereich eine große, zusammenhängende Platzfläche entsteht. Dieser Platz wird mit den beiden Solitärgebäuden "Jungfrau-Maria-Kirche" und "Haus des Bürgers" prominent besetzt.
Dabei ist die zentrale Entwurfs-Idee, eine Sichtbeziehung von der Ampelokipon-Straße zum architektonisch pittoresken Kirchengebäude zu erhalten. Zu diesem Zweck wird das Verwaltungsgebäude als flacher Baukörper in der Mittelachse der Kirche positioniert. Beide Längsseiten werden so "angeschnitten", dass sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite eine freie Blickachse zur "Jungfrau-Maria-Kirche" entsteht. Die beiden Solitäre treten damit in einen spannenden Dialog zwischen Historie und Gegenwart aber auch zwischen Religion und Gesellschaft.
Durch die mittige Positionierung der Stadtverwaltung entstehen um das Gebäude herum unterschiedliche Platzzonen, die auf vielfältige Weise genutzt werden können. Die südliche Vorzone zur Ampelokipon-Straße führt zum Haupteingang des Verwaltungsgebäudes und bietet sich deshalb für öffentlichkeitswirksame Nutzungen an. Das weitausragende, "bewohnte Dach" bildet dafür einen großflächigen Sonnenschutz. Auf der Westseite führt eine elegante, flache Stufenanlage hinauf zum Kirchplatz. Hier befindet sich ein Cafe, von dem aus man sowohl das Treiben auf dem Platz beobachten als auch die Ampelokipon-Straße einsehen kann. Der Platz zwischen Stadtverwaltung und Kirche wird als öffentlicher Marktplatz und Treffpunkt verstanden. Das Kirchengebäude wird mittels einer Stufenanlage auf einen flachen Sockel gestellt und somit dem "Alltagsgeschehen enthoben".
Auf der Ostseite befindet sich ein baumbestandener Grünzug, der den öffentlichen Platz zu den privaten Wohnhäusern hin abgrenzt.