Cruise Center II   JELLY BOX

Kreuzfahrtterminal Hamburg-Altona
Wettbewerb 2009 - 3.Preis
in Zusammenarbeit mit Alsop + Partner, London

Als eine weitere Perle in der Kette entlang des Elbufers bietet das neue Cruise Center dem Betreiber eine Präsenz, die der Bedeutung der Funktion gerecht wird. Das CCII schafft Räume unterschiedlicher Qualität, die der Passagier auf dem Weg vom oder zum Schiff durchläuft und erlebt. Das Erdgeschoss ist eine funktionale, offene Ebene, die in erster Linie mit den Kaiflächen und deren Treiben zu tun hat. Gepäck wird entgegengenommen, verteilt und transportiert, Zollformalitäten abgewickelt.
Die obere Ebene, in der abgehobenen Box, bezieht sich mehr auf die luxuriöse, entspannte, aber auch künstliche Umgebung eines Kreuzfahrtschiffes mit Warte- und Loungebereich, Cafe oder Bar. Die Objekte, die verschiedene feste Funktionen beinhalten und unterschiedliche Form- und Materialsprachen sprechen, vermitteln zwischen diesen beiden Welten. Gestalterisch sind die eingestellten "Möbel" und "Objekte" Meereslebewesen nachempfunden, die mit ihrer Andersartigkeit die Passagiere auf ihre Reise einstimmen und Besuchern ein Eintauchen in eine fremde, bunte und aufregende Welt ermöglichen sollen. Die "Skulpturen" zeigen sich mit verschiedenen Oberflächen, Materialien und Farben. Sie leuchten oder senden Geräusche aus, lassen mit der "Musik des Meeres" Vorfreude auf die bevorstehende Urlaubsreise aufkommen.

Die Architektur des "JellyBox-Terminal" beschränkt sich bewusst nicht auf den "dienenden, funktionalen" Charakter einer Abfertigungshalle: Vielmehr soll der "abgehobene" Terminalkubus mit seinen charakteristischen "Funktionsobjekten" das Interesse der Besucher wecken. Ein Gebäude, das nicht nur während der Sommer-Wochenenden, wenn die Kreuzfahrtriesen am Kai liegen, interessant ist, sondern das, vor allem auch in der "schiffslosen" Zeit, ein aufregender Attraktor für Einheimische und Hamburg-Besucher darstellt.