BGZ Neugraben Fischbek


Neubau eines Bildungs- und Gemeinschaftszentrums mit Bundesliga-Volleyballhalle
Hamburg, Neugraben-Fischbek

Wettbewerb 2009 - Ankauf

Das BGZ Neugraben Fischbek entsteht in einem städtebaulich heterogenen Umfeld zwischen gewerbegeprägter Bebauung an der Cuxhavener Straße, dem dörflich anmutenden Kern von Neugraben und dem entstehenden Neubaugebiet mit Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern.
Seine wichtigste Prägung erfährt der Ort durch den direkten Bezug zum künftigen Park. Mit den geplanten Nutzungen Schule, Kita, Sporthalle und stadtteilkulturellen Einrichtungen soll das BGZ funktional zum verbindenden und lebendigen Quartiersbaustein werden. Um diesem Anspruch städtebaulich zu entsprechen, sieht der Entwurf ein Ensemble aus vier Baukörpern vor, die, durch differenzierte Abstände untereinander und leichtes Versetzen zueinander, in einen vielfältigen Dialog mit der Umgebung treten. Diese Struktur verleiht den Gebäuden solitärhaften wie kontextuellen Charakter und beantwortet damit die Frage nach der angemessenen Maßstäblichkeit des BGZ. Das Ensemble definiert klare Raumkanten zu den Parkseiten und ermöglicht gleichzeitig zusätzliche Wegeverbindungen. Dabei entsteht eine öffentliche Mitte, zu der sich die umgebenden Gebäude mit wichtigen Funktionen orientieren: Die Schule mit dem großzügigen Pausenhofeingang und der Schulterrasse, das Spielhaus mit dem Eingang, die Sporthalle mit der Option ebenerdiger, großflächiger Öffnungen zum Platz und der Pavillon mit Werkstätten und Ateliers.
Der Entwurf interpretiert den Standort als Platzraum in einem Grünzug. Im Zusammenspiel mit den Gebäuden entsteht ein Zentrum, das öffentlich frequentiert wird. Durch seine Verknüpfungen zum Grünraum bildet es eine eigene Identität aus und wird zum Anziehungspunkt für die Bevölkerung. Das exponierte Hallendach wird dabei zum weithin sichtbaren Zeichen des Zentrums. Die Aufteilung in vier einzelne Gebäude eröffnet die Option einer abschnittsweisen Realisierung.