M  O  D  E    C  A  M  P  U  S

Umbau / Aufstockung Modecampus Armgartstraße, Hamburg
Machbarkeitsstudie  2009

Alleine eine energetische Sanierung des Gebäudes Armgartstraße 24 schöpft unseres Erachtens das vorhandene Entwicklungspotential des Modecampus lange nicht aus. Beispiele anderer Universitäten im In- und Ausland zeigen, dass „Orte des Lernens und der Kommunikation“ zu Kompetenzzentren, auch und gerade für die interessierte Fachöffentlichkeit, entwickelt werden können.

So könnten beim Modecampus Armgartstraße beispielsweise die nach Norden zur Straße orientierten Räume des Basisgeschoss, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wir schlagen deshalb vor, die Vorgartenbereiche abzugraben und mit einer flachen Stufenanlage zu versehen. Auf diese Weise entstünde ein Vorbereich, der mit Ausstellungsvitrinen bestückt, Besucher anlocken und ins Gebäude führen würde. Im Basisgeschoss selbst könnten kleinere Boutiquen und Gemeinschafts-Ateliers angesiedelt werden, die Studierenden und Absolventen von der Hochschule als Arbeits- und Verkaufsräume zur Verfügung gestellt werden. Diesen Start-up-Unternehmen würde der Modecampus, durch günstige Mieten, den Start ins Berufsleben erleichtern. Durch die Öffnung nach Außen könnte, auch über die wiederkehrende Jahresausstellung hinaus, Öffentlichkeit hergestellt werden. Von Hochschule und Start-up’s gemeinsam organisierte Modenschauen und Vorträge in der Aula, wären möglicherweise auch für etablierte Unternehmen interessant.

Um der Hochschule weitere, benötigte Unterrichts- und Atelierflächen zu erschließen, könnte auf der südlichen Dachhälfte ein Dachaufbau als Erweiterungsfläche erstellt werden. Diese Leichtkonstruktion ist gestalterisch einem Stoffballen nachempfunden. Die leichte, „wehende Erscheinung“ mit ihrer expressiven Gestaltung dokumentiert auch baulich, dass es sich bei diesem Gebäude um ein „Kreativlabor“ handelt. Zusammen mit der Umgestaltung der Modeateliers im Erdgeschoss, erzeugt das „Textile Architekturelement“ auf dem Dach, eine sichtbare corporate identity für den Modecampus Armgartstraße.  

Baulich konstruktiv handelt es sich beim Dachaufbau um eine aufgesetzte Stahlkonstruktion mit gedämmter Hülle und textiler Haut. Die Statischen Elemente, Treppenhäuser und Aufzug, werden ins Dachgeschoss hochgeführt. Um die großzügigen, lichtdurchfluteten Atelierräume erstreckt sich ein Holzdeck als Dachterrasse. Diese kann als Pausenzone, aber auch als Lern- und Arbeitsort genutzt werden.